Die Idee

Wir stellen uns eine Welt vor, in der Menschen ihre besten Ideen und Lösungen zur Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabe offenherzig weitergeben – sodass Teilhabe irgendwann ganz einfach und selbstverständlich ist.

Mehr Teilhabe für alle

Es gibt schon jetzt viele vorbildliche und wirkungsvolle soziale Konzepte. Sie zeigen praktisch und alltäglich erlebbar, wie eine vielfältige und inklusive Gesellschaft funktionieren kann. Aber sie wirken meist nur an einem Ort.

Darum loben wir den Preis für offenherzige Weitergabe aus. Mit dem Preis wollen wir all diejenigen auszeichnen, die nicht nur im Rahmen ihrer eigenen Initiative wirksam sind, sondern durch die Weitergabe ihres Ansatzes auch eine gesellschaftliche Entwicklung ermöglichen.

Der Preis ist Teil einer Kampagne, die die Weitergabe erfolgreicher sozialer Lösungen fördert und richtet sich in erster Linie an gemeinnützige Vereine und Initiativen, an Sozialunternehmer:innen sowie an Wohlfahrtsorganisationen.

Wir sorgen dafür, dass die Konzepte der Preisträger:innen die verdiente Sichtbarkeit bekommen. Wir bauen mit dem Preis Barrieren zum Weitergeben von Lösungen ab und erleichtern die Planung und Umsetzung von Transfer-Projekten. Wir initiieren offenen Austausch, um eine gemeinsame Idee davon zu entwickeln, wie eine gleichberechtigte Gesellschaft aussehen kann.

Mehr zum Preis

Details zur Bewerbung

Offenherzige Weitergabe - was ist damit gemeint?

Sowohl was die Art der Projekte als auch die Methode der Weitergabe angeht, sind wir offen für unterschiedliche Formate. Die Konzepte können beispielsweise in Trainings und Beratungen offen weitergegeben (z.B. „Open Transfer“), im Rahmen von fairen Verträgen übertragen (z.B. „Social Franchise“) oder über Plattformen und Netzwerke zur Verfügung gestellt werden (z.B. „Open Source“, „Smart Networks“).

Beispiel 1: Gelungene Weitergabe

Ein Münchner Verein entwickelt erfolgreich eine inklusive Wohngemeinschaft. Menschen mit sog. geistigen Behinderungen leben hier mit Studierenden und anderen jungen Leuten ohne Behinderung unter einem Dach. Eine Kölner Initiative wird darauf aufmerksam und schafft es mit der Unterstützung aus München, das Konzept zu übernehmen und so weiterzuentwickeln, dass auch Menschen mit nächtlichem und komplexem Unterstützungsbedarf inklusiv wohnen können.

Beispiel 2: Geplante Weitergabe

Eine Kita in Buxtehude möchte die Startchancen geflüchteter Kinder bestmöglich fördern. Bei ihrer Recherche stoßen sie auf ein bewährtes Frühförderkonzept aus Neustrelitz. Gemeinsam mit den Erfinder:innen regeln sie in einem Vertragsentwurf, wie das Konzept übertragen wird. Mithilfe der Preisgelder wollen sie den Vertragsentwurf rechtlich prüfen und in die Umsetzung starten.

Beispiel 3: Offenes Bereitstellen von Konzepten

Ein Berliner Verein veranstaltet jährlich einen Abend, an dem Menschen aus der Medien- und Kommunikationsbranche pro bono ein Mini-Projekt für lokale NGOs, Vereine und Initiativen erarbeiten. Die Initiator:innen haben das Konzept in einem Handbuch zusammengefasst und stellen es open source zur Verfügung, sodass es überall nachgeahmt werden kann.